How we found the grove / Wie wir den Hain gefunden haben

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How we found the grove / Wie wir den Hain gefunden haben
English version

Deutsch weiter unten

It began with Vera Isabella wanting to live further south. Not for a holiday — for a part of the year, in the Mediterranean, with the door open for family and friends.

We looked in Spain. In Portugal. In Italy. On Crete. Nothing held.

Then she remembered that she had been to Corfu once, seven years earlier, for a dance festival on the northwest coast. She wanted to show me the place.

We came to Arillas in summer. The island was green, greener than anything else we had looked at. The sea was clear as glass, the sunsets wide. Tavernas you stay in until late at night. An international community of people who had arrived at some point and stayed. And olive trees, everywhere, in numbers nobody counts.

We started looking at land on that first trip. A friend who works as an agent drove us from plot to plot. Nothing fit.

In February Vera Isabella travelled to Arillas again for two weeks, together with her daughter Moira. Two days of searching, plot after plot after plot. And then, at the end, this one — a grove of old trees above Arillas.

The plot was too small. The piece next to it was also for sale. That settled it. Later we were able to buy further neighboring plots. Today the land is around 20,000 square meters, with just under two hundred olive trees standing on it.

We lived on it before we planned it

Since then we have spent two summers here in tents, under the trees. This autumn we harvest for the second time.

Our method: two summers of living on a piece of land teach you what no site plan can. Where the sun lands in the morning, and where it has to be kept out by three. Where water runs when it rains, and where it stands. Which corners people gather in without being invited, and which ones stay quiet — the land has several atmospheres, and they are not interchangeable. Where a building could stand without taking something away. Where the center wants to be.

We did not decide those things. We found them out.

The location has proved itself. Five minutes by bike to the beach or the village, and far enough from the bustle to find the quiet you are looking for. There is almost always a cool breeze. Sunrise and sunset can be watched from several different spots.

And we watched people

Friends came, and family, and stayed in the tents beside ours. Most of them arrived wound up, from airports and deadlines and city work. By the second day at the latest something had shifted, something had dropped away. They slept — deeply, and longer than at home. They stopped checking the time, and their phones. They sat down under a tree in the morning and were still there at noon.

We did not build that. It was here. Our job is to stay out of its way.

The center

The outdoor kitchen came first, and it turned out to be the center.

It is built, it is roofed, and it is outside. People cook there, eat there, and stay sitting long after the plates are gone. Since this year two adjoining tents give shade and shelter from the rain. Everything else we build will be arranged around it.

What we are (not) making

No hotel block. No event space — there are enough of those. No retreat center with a program for every hour. No mass accommodation.

We are thinking of a modest number of places to sleep, the kitchen, shade, water — and a working grove around them. How many places there will be, and of what kind, will be decided with the building permit. As soon as we know, it will be here.

The trees came first and will outlast us. Every decision about building starts with what the grove needs. That makes some things slower and some things more expensive. For us it is a question of respect.

Where we are

This September more than 150 people celebrated with us — the grove, and our life here. We could see that the land carries it. That told us more than any drawing could.

We are in the building permit process, waiting for the decision.

Until then we are here, in the tents — and we will keep you posted.

You are welcome to visit: from May 2027 we will have guests again

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deutsche Fassung

English above

Wie wir den Hain gefunden haben

Angefangen hat es mit Vera Isabellas Wunsch, weiter südlich zu leben. Nicht für einen Urlaub — für einen Teil des Jahres, im Mittelmeerraum, mit offenen Türen für Familie und Freund:innen.

Wir haben in Spanien gesucht. In Portugal. In Italien. Auf Kreta. Nichts hielt.

Dann erinnerte sie sich daran, dass sie sieben Jahre zuvor einmal auf Korfu gewesen war, bei einem Tanzfestival an der Nordwestküste. Sie wollte mir den Ort zeigen.

Wir kamen im Sommer nach Arillas. Die Insel war grün, grüner als alles andere, was wir angeschaut hatten. Das Meer war glasklar, die Sonnenuntergänge weit. Malerische Tavernen, in denen man bis spät in die Nacht sitzen bleibt. Eine internationale Community von Menschen, die irgendwann gekommen und geblieben sind. Und Olivenbäume, überall, in Zahlen, die niemand zählt.

Schon auf dieser ersten Reise haben wir Land angeschaut. Ein befreundeter Makler fuhr uns von Grundstück zu Grundstück. Nichts passte.

Im Februar reiste Vera Isabella erneut für zwei Wochen nach Arillas, zusammen mit ihrer Tochter Moira. Zwei Tage Suche, Grundstück um Grundstück um Grundstück. Zum Schluss dann noch dieses hier — ein Hain mit alten Bäumen über Arillas.

Leider war das Grundstück zu klein. Das Stück daneben stand ebenfalls zum Verkauf. Das gab den Ausschlag. Später konnten wir weitere angrenzende Grundstücke erwerben. Heute sind es rund 20'000 Quadratmeter mit knapp zweihundert Olivenbäumen.

Wir haben hier gewohnt, bevor wir geplant haben

Seither haben wir zwei Sommer hier in Zelten verbracht, unter den Bäumen. Diesen Herbst ernten wir zum zweiten Mal.

Unsere Methode: Zwei Sommer auf einem Stück Land lehren, was kein Lageplan hergibt. Wo morgens die Sonne hinfällt und wo man sie ab drei Uhr draussen halten muss. Wohin das Wasser läuft, wenn es regnet, und wo es stehen bleibt. In welchen Ecken sich Menschen von selbst sammeln und welche still bleiben — das Land hat mehrere Atmosphären, und sie sind nicht austauschbar. Wo ein Gebäude stehen kann, ohne etwas wegzunehmen. Wo das Zentrum hin will.

Wir haben das nicht entschieden. Wir haben es herausgefunden.

Die Lage des Hains hat sich bewährt. In fünf Minuten ist man mit dem Fahrrad am Strand oder im Dorf, und zugleich weit genug vom Trubel entfernt, um die Ruhe zu finden, die man sucht. Fast immer weht ein kühler Luftzug. Sonnenauf- und -untergänge lassen sich von verschiedenen Stellen aus beobachten.

Und wir haben Menschen beobachtet

Freunde kamen, und Familie, und wohnten in den Zelten neben unseren. Die meisten kamen aufgedreht an, aus Flughäfen und Fristen und Arbeitszusammenhängen in Städten. Spätestens am zweiten Tag veränderte sich etwas, etwas fiel ab. Sie schliefen — tief, und länger als zu Hause. Sie hörten auf, auf die Uhr und aufs Handy zu schauen. Sie setzten sich morgens unter einen Baum und sassen mittags noch dort.

Gebaut haben wir das nicht. Es war da. Unsere Aufgabe ist, diesem Phänomen nicht im Weg zu stehen.

Das Zentrum

Die Aussenküche kam zuerst, und sie hat sich als das Zentrum herausgestellt.

Sie ist gebaut, sie ist überdacht, und sie ist draussen. Dort wird gekocht, gegessen, und dort sitzt man noch lange, nachdem die Teller weg sind. Seit diesem Jahr spenden zwei angeschlossene Zelte Schatten und Regenschutz. Alles Weitere ordnen wir darum herum.

Was wir (nicht) machen

Kein Hotel. Kein Event-Space, davon gibt es genug. Kein Retreat-Zentrum mit Programm für jede Stunde. Keine Massenunterkunft.

Wir denken an eine überschaubare Zahl von Plätzen zum Schlafen, die Küche, Schatten, Wasser — und ringsum ein Hain, der bearbeitet wird. Wie viele Plätze es werden und welcher Art sie sind, entscheidet sich mit der Baugenehmigung. Sobald wir es wissen, steht es hier.

Die Bäume waren zuerst da und werden uns überdauern. Jede Bauentscheidung beginnt bei dem, was der Hain braucht. Das macht manches langsamer und manches teurer. Für uns ist das eine Frage des Respekts.

Wo wir stehen

Diesen September haben über 150 Menschen mit uns gefeiert — den Hain und unser Dasein hier. Wir konnten sehen, dass das Land das trägt. Das hat uns mehr gesagt als jede Zeichnung.

Wir stehen im Baugenehmigungsverfahren und warten auf den Entscheid.


Bis dahin sind wir hier, in den Zelten — und halten dich auf dem Laufenden.

Du kannst uns gerne besuchen: Ab Mai 2027 empfangen wir wieder Gäste.

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